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Am Rande…

Alte Musik gibt es in der Region außerhalb des Hohenloher Kultursommers nicht so häufig zu hören. Die Haller Sackpfeifertage bieten ja leider kein öffentliches Konzert mehr an. Dabei ist diese Musikrichtung immer wieder interessant. Nicht nur, weil sie schön klingt, sondern auch, weil sie schön aussieht. So war am Sonntag im Sonnenhof-Konzert eine „theorbierte Laute“, auch Erzlaute genannt, zu sehen. Der gleichzeitig runde und fast spitze Korpus liegt unter einem Hals, über den viele Saiten gespannt sind – Melodiesaiten, auf denen man greifen kann, und Bordunsaiten, die immer den gleichen Ton abgeben. Es hat fünf Wirbel – man könnte also fünf Saiten aufziehen. An diesem Abend, an dem vorwiegend Musik von Händel gespielt wurde, waren nur vier Saiten drauf, wie bei einem heutigen Cello. Aber an Klang hat nichts gefehlt.
(Haller Tagblatt vom 24.02.2015/evl)

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